Dabei kann bewusstes Genießen ganz einfach sein, vorausgesetzt man setzt sich damit auseinander.

Das saftige Steak vom Metzger um die Ecke oder doch lieber der Gemüseburger aus dem Bioladen? Kartoffelauflauf wie bei Muttern oder Thai-Curry, Mineralwasser oder Mango-Lassi? Vegetarisch, makrobiotisch oder Trennkost? Möglichkeiten sich zu ernähren gibt es so viele wie nie zuvor. Doch dem deutschen Verbraucher scheint die große Auswahl eher eine Qual zu sein.

Denn mit der Vielfalt steigt auch die Verwirrung darüber, was eigentlich gesunde Ernährung ist. Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen vor lauter – sich vielfach widersprechender - Tipps und Ratschläge, Essen und Trinken nicht mehr unbeschwert genießen können.

Dabei kann Genuss so einfach sein. Einen Weg aus dem Dschungel bietet zum Beispiel die Ernährungspyramide, eines der wenigen auch wissenschaftlich anerkannten Instrumente für ausgewogenes Essen und Trinken. Wer sich an ihr orientiert, kann sicher sein, Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß in der richtigen Gewichtung aufzunehmen und dabei nicht an Gewicht zuzulegen. Außerdem wird der Körper so mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Die Ernährungspyramide Im Alltag

Das System ist alltagstauglich und lässt Spielraum für unterschiedliche Geschmäcker: Das unangenehme Kalorienzählen entfällt ebenso wie der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Als einziges sollte man darauf achten, dass die Mengen und das Verhältnis der Lebensmittel, die man täglich zu sich nimmt, richtig aufeinander abgestimmt sind.

Grundnahrungsmittel richtig dosieren

Die Basis der Pyramide bilden die kohlenhydratreichen Grundnahrungsmittel, wie Brot, Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Hülsenfrüchte, die möglichst in der Vollkornvariante verzehrt werden sollten. Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse sollte die tägliche Kost zudem enthalten. Zurückhaltender sollte man bei den eiweißhaltigen Nahrungsmitteln wie Milch und Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern sein. Am sparsamsten sollte man pflanzliche und tierische Fette konsumieren.

Ganz wichtig ist aber auch: Wer sich ausgewogen ernährt, kann sich auch kleine Sünden erlauben. Genuss ohne Reue ist geradezu zentral für eine gesunde Ernährung. Denn wer permanent mit einem schlechten Gewissen herumläuft, gleitet leichter in Extreme ab.

Wer also Lust auf Schokolade hat, der sollte sie sich auch gönnen. Am besten ist dabei dunkle Schokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil, die Studien zufolge sogar das Herz- Kreislauf-System schützt. Figurfreundliche Alternativen zum Naschen für zwischendurch sind Trockenfrüchte oder Sesamgebäck.

Trinken und gesund bleiben!

Zur bewussten Ernährung gehört auch ein bewusstes Trinken. Mindestens ein eineinhalb bis zwei Liter über den Tag verteilt, sollten es sein: Mineral- oder Heilwässer und Saftschorlen können dem Körper wichtige Mineral- und Nährstoffe zuführen. Aber auch Früchte- oder Kräutertees sind gesunde Durstlöscher.

Zeit für Genuss

Wer keine Zeit zum Kochen hat und daher zu Fertiggerichten greift, sollte genau auf die angegebenen Inhaltsstoffe achten. Häufig enthalten Convenience-Produkte übermäßig viel Fett oder Zucker. Hier gilt: Lieber einfach zubereitete Gerichte, als Fertigprodukte! Und: Übung macht den Meister. Wer nie kocht, wird es auch nicht lernen.

Bewusster Genuss beim Essen – dazu gehört auch, sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen. Das fördert nicht nur das Sättigungsgefühl, sondern schafft Gelegenheiten für schöne gemeinsame Stunden mit Familie und Freunden.