Dank gründlicher Mundpflege und richtiger Ernährung bleiben Zahnfleisch und Zähne gesund.

Die Hauptursache von Karies sind zuckerhaltige Getränke und Speisen. Innerhalb weniger Minuten vergären die Bakterien in den Zahnbelägen den Zucker zu Säure. Diese löst den Zahnschmelz auf. Bei fortschreitender Karies wird auch der Zahnnerv befallen. Wenn es ganz schlimm kommt, droht der Zahnverlust. Vermeiden lässt sich dies durch einen geringen Zuckerkonsum und eine sorgfältige Mundhygiene. So geht’s:

Zähne und Zunge reinigen

Idealerweise werden die Zähne nach jeder Hauptmahlzeit und jedem süßen Snack geputzt. Da nicht jeder eine Zahnbürste mit sich herumträgt, einen sich für unterwegs zahnschonende Kaugummis. Mit dem Kauen wird der Speichelfluss angeregt. Der Speichel spült die Speisereste weg und neutralisiert die Säure. Zudem kann er den angegriffenen Zahnschmelz remineralisieren. Natürlich ersetzt ein Kaugummi nicht das Putzen.

Es ist es ratsam zweimal täglich die Zähne zu reinigen – morgens und vor dem Schlafengehen besonders gewissenhaft – und dabei die Zähne zu bürsten und die Zahnzwischenräume zu säubern. Da sich auf der Zunge ebenfalls Bakterien befinden, diese mit einer Zahnbürste oder einem Zungenreiniger einmal pro Tag putzen. Das wirkt auch Mundgeruch entgegen.

Produkte zum Reinigen

Es gibt Handzahnbürsten, elektrische Zahnbürsten und Schallzahnbürsten. Eine Zahnbürste mit kleinem Kopf und weichen Borsten eignet sich am besten. Kunststoffborsten sind elastischer und halten länger als Naturborsten. Eine Zahnbürste übersteht 100 bis 200 Reinigungen und sollte alle zwei bis drei Monate erneuert werden. Mit Vorteil wird der Bürstenkopf nach jedem Benutzen mit Wasser ausgespült und luftgetrocknet.

Für die Zahnzwischenräume existieren unterschiedliche Hilfsmittel: Zahnseide für enge Zahnzwischenräume, medizinische Zahnhölzer aus Orangen-, Birken- oder Lindenholz und Interdentalbürstchen für weit geöffnete Zwischenräume. Die verwendete Zahnpasta mit geringem Abrasionwert sollte Fluorid enthalten. Einmal pro Woche kann anstelle der normalen Zahnpasta ein Fluoridgel benutzt werden. Dadurch erhöht sich der Kariesschutz.

Zähne putzen will gelernt sein – die richtige Technik

Für eine optimale Plaqueentfernung empfiehlt sich systematisches Vorgehen. Die falsche Putztechnik oder übertriebenes Zähneputzen mit ungeeigneten Pflegeprodukten kann kontraproduktiv sein und den Zähnen schaden. Beim Putzen die Außen- und Innenflächen der Zähne mit Auf-und-ab-Bewegungen bis zum und mit dem Zahnfleischrand bürsten.

Die Kauflächen von hinten nach vorne mit kleinen kräftigen Bewegungen putzen. Zudem raten Experten nach dem Reinigen nur auszuspucken und nicht mit Wasser nachzuspülen.

So bleibt das Fluorid der Zahnpasta länger wirksam. Wichtig sind auch die Kontrolle beim Zahnarzt, um kleine Mängel rechtzeitig zu beheben.