Die Menschen in Deutschland haben 2015 deutlich mehr für soziale Zwecke gespendet als im Vorjahr. Das belegen sowohl Studien des Deutschen Spendenrates und des Deutschen Instituts für soziale Fragen (DZI) als auch der World Giving Index.

Anders als Steuern, werden Spenden freiwillig und für einen gemeinnützigen Zweck erbracht. Dabei liegt den Deutschen vor allem die Unterstützung von Kinderhilfsprojekten und Tierschutzorganisationen am Herzen. Großzügig zeigen sie sich auch, wenn nach Naturkatastrophen zahllose Menschen Hilfe brauchen, wenn es gilt, Hunger und Elend zu lindern, oder wenn es um Hilfe von sozial Benachteiligten im Inland geht.

Dabei überwiegen der Gedanke der Solidarität und die Hilfe zur Selbsthilfe und weniger das Mitleid oder die weltanschauliche Überzeugung. Beim Spenden vertrauen die Deutschen vor allem den bekannten Hilfsorganisationen oder orientieren sich bei der Auswahl am Spendengütesiegel.

42 Prozent der Deutschen Spenden

42 Prozent der Deutschen gaben im letzten Jahr Geld für gemeinnützige Organisationen aus. Ebenfalls erfreulich: Im internationalen Vergleich ist die Hilfsbereitschaft in Deutschland überdurchschnittlich gestiegen, auf acht Plätze auf und liegt aktuell auf dem 20. Rang von 145 untersuchten Ländern.

Richtig spenden

Ein richtig oder falsch gibt es an dieser Stelle wohl nicht. Doch was alle Spender möchten, ist möglichst viel bewegen. Sie sehen ihre Zuwendung als Investition in eine bessere Welt. Damit die gemeinnützigen Vereine auch erfolgreich arbeiten können, sollten einige Tipps beachtet werden. Viele Menschen unterstützen gerne mehrere Organisationen mit einem kleinen Betrag.

Die Qual der Wahl

Bei den zahlreichen Spendenaufrufen fällt einem die Wahl oft nicht leicht. Kennt man eine Organisation nicht oder ist sich über deren Arbeit nicht im Klaren, bietet das Spendensiegel DZI Orientierung und Sicherheit. Bei jeder der derzeit mit dem Siegel ausgezeichneten Organisationen werden regelmäßig deren Arbeit und Finanzen überprüft.