Sie sind fest im Alltag Millionen Deutscher verankert. Zusammen mit Filmen, Büchern oder Musik bilden sie einen wichtigen Teil der aktuellen Medienlandschaft. Games sind großartige Unterhaltung. Ihre Bandbreite reicht von Action- und Abenteuer-Blockbustern über Simulationen und Art-House-Games bis hin zu Lernspielen.

Diese Vielfalt spricht immer mehr Menschen in Deutschland an: Mittlerweile ist etwa jeder Zweite ein Gamer. Derzeit spielen über 34 Millionen Menschen in der Bundesrepublik digitale Spiele auf dem PC oder Smartphone, auf Spielekonsolen oder Tablets. Dabei sind es mit 47 Prozent Spielerinnen fast ebenso viele Frauen wie Männer.

Computer- und Videospiele begeistern nicht nur die jüngeren Generationen, sondern immer öfter auch ältere Spieler. So liegt das Durchschnittsalter von Gamern in Deutschland aktuell bei 35,5 Jahren. 2011 waren es noch 31 Jahre. Ein Grund für das wachsende Durchschnittsalter ist der Zuwachs an Spielern in der Altersgruppe 50+.

Die Zahl der Gamer in dieser Altersgruppe wächst seit Jahren stetig. Derzeit spielen 8,7 Millionen Deutsche ab 50 Jahren digitale Spiele. Sie machen damit tatsächlich ein Viertel aller Gamer der Bundesrepublik aus.

Computer- und Videospiele und ihre Technologien sind nicht nur ein wichtiger Teil der Gesellschaft, sondern auch der deutschen Wirtschaft. Das zeigt zum einen der hohe Umsatz, der im vergangenen Jahr in diesem Bereich erzielt werden konnte: Insgesamt wurden 2,9 Milliarden Euro mit Games und Spielekonsolen umgesetzt.

Zum anderen findet ein zunehmender Technologietransfer aus der Gamesbranche in andere Wirtschaftsbereiche statt. So hat Virtual Reality – die Darstellung einer kompletten virtuellen Realität – nicht nur das Potenzial, die gesamte Unterhaltungsbranche zu verändern. Die Technologie wird auch in Branchen außerhalb der Spieleindustrie immer häufiger eingesetzt, beispielsweise im Handwerk, dem Automobil- und Maschinenbau oder dem Handel.

Im Bereich der Medizin wird Virtual Reality genutzt, um komplizierte Eingriffe zu üben oder Traumapatienten zu behandeln. Im Bereich der Computer- und Videospiele selbst ermöglicht die virtuelle Realität den Spielern bisher ungekannte Erlebnisse. Die Spieler tauchen in das Spiel ein und werden selbst noch stärker zum Teil der Geschichte.

Wie prägend und emotional Games sind, zeigt derzeit besonders eindrucksvoll die Entwicklung von eSports. Unter eSports wird das wettkampfmäßige Spielen von Computer- und Videospielen verstanden. Wie kaum eine andere Disziplin hat sich der elektronische Sport in den vergangenen Jahren aus der Nische zu einem Massenphänomen entwickelt.

Die Wettkämpfe werden heute von einem Millionenpublikum per Livestream und in ausverkauften Stadien verfolgt. Fußballvereine wie Schalke 04 oder der VfL Wolfsburg haben bereits eigene eSports-Mannschaften aufgebaut. In Deutschland haben sich schon knapp elf Millionen Menschen eSports-Matches angesehen. Damit hat der elektronische Sport bereits jetzt viele klassische Sportarten in puncto Zuschauerzahlen überholt. Bis 2020 wird zudem prognostiziert, dass eSports auch beim Umsatz klassische Sportarten wie Basketball oder Eishockey überholt haben wird.

Games und ihre Technologien sind heute auf vielfältige Art und Weise in unserer Gesellschaft verankert. Sie begegnen uns täglich in den unterschiedlichsten Formen und nehmen eine zentrale Rolle ein. Nicht zuletzt, weil Deutschland die Heimat der gamescom ist, des weltweit größten Events für Computer- und Videospiele. Diese Stellung mussten sich Computer- und Videospiele über viele Jahrzehnte erarbeiten. Doch heute gilt: Games sind ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens.

Ihr Felix Falk
Geschäftsführer des BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware

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