Angst, Verzweiflung, Ungewissheit – die Diagnose Krebs bedeutet eine emotionale Achterbahn, die rund einer halben Million Deutschen pro Jahr widerfährt.

Dank Früherkennungsmöglichkeiten bei Vorsorgeuntersuchungen und modernster Therapien können viele Patienten geheilt werden. Dort wo keine Heilung möglich ist, gelingt es aber zunehmend, Krebs zu einer „chronischen“ Langzeiterkrankung bei bestmöglicher Lebensqualität zu machen. Denn heute können Krebserkrankung besser charakterisiert und dadurch individueller behandelt werden. Dies bedeutet nicht nur deutlich höhere Heilungsaussichten, sondern oft auch geringere Nebenwirkungen.

Neben der sogenannten personalisierten medikamentösen Tumortherapie hat aber auch die operative Therapie wesentliche Fortschritte gemacht. So wird bei rund 80 Prozent Prozent aller Brustkrebserkrankungen brusterhaltend operiert. Auch die Operationen selbst sind wesentlich sicherer geworden.

Aber auch die dritte Säule in der Krebstherapie - die Strahlentherapie - kann heute viel gezielter und punktgenauer eingesetzt werden, sodass auch hier die Nebenwirkungen entscheidend reduziert werden konnten.

Unterstützende Maßnahmen gegen bekannte Nebenwirkungen der Therapien konnten die Verträglichkeit aller Behandlungen wesentlich verbessern.

Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Leider verlieren aber auch viele Betroffene den Kampf gegen den Krebs: 224.000 waren es im vergangenen Jahr in Deutschland. Experten sind sicher: Tausende Leben hätten gerettet werden können, wäre die Erkrankung früher erkannt worden. Das beste Beispiel ist Darmkrebs, denn dieser kann komplett geheilt werden, wenn er rechtzeitig diagnostiziert wird. Empfohlen wird hier eine Darmspiegelung, für Männer und Frauen ab dem 50. Lebensjahr alle 7-10 Jahre.

Auch Gebärmutterhalskrebs kann durch die HPV-Impfung und den jährlichen Krebsabstrich vorgesorgt werden. Die meisten Krebsarten, wie Brust- und Hautkrebs, können in ihrer Entstehung leider nicht vermieden werden. Hier spielt die Früherkennung trotzdem eine wichtige Rolle (Mammografie ab dem 40. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren). Und der vernünftige Umgang mit der Sonne ist der wichtigste Teil der Hautkrebsvorsorge.

Das Krebsrisiko minimieren

Jeder Mensch kann einen Beitrag dazu leisten, sein persönliches Risiko durch einen gesunden Lebensstil, zu dem eine gesunde Ernährung, Nichtrauchen und vernünftiger Umgang mit Alkohol gehört, zu reduzieren. Etwa 25 Prozent aller Krebsfälle weltweit gehen auf das Konto von Übergewicht und Bewegungsmangel.