Es ist also berechtigt zu behaupten: „Unsere Augen sind das Fenster zur Welt.“

Rund 90 Prozent aller Informationen, die wir aufnehmen, liefert der Sehsinn. Unser Gehirn verarbeitet sie so exzellent, dass wir diesen Prozess im Alltag gar nicht wahrnehmen. Eher sind es die Älteren, die ahnen, dass gutes Sehen keine Selbstverständlichkeit ist. Fast jeder Dritte der über 50-Jährigen hält den Verlust des Augenlichts für die bedrohlichste Krankheit – noch vor Krebs und Demenz.

Was daraus folgt, ist eigentlich recht simpel: auf den wichtigsten unserer Sinne zu achten und ihn vor unnötigen Risiken zu bewahren. Regelmäßige Sehtests – am besten alle zwei Jahre – sind dafür eine gute Basis. Darüber hinaus gibt es Situationen und Aktivitäten, in denen unsere Augen besonders geschützt werden müssen.

So wird die Gefährdung der Augen durch UV-Strahlung oft unterschätzt. Schon im April ist die Intensität so stark wie im August. Ein guter und attraktiver Schutz sind Sonnenbrillen. Denn die für uns unsichtbaren UV-Strahlen können langfristig schwere, teils irreversible Schäden im Auge verursachen. Folge können der graue Star oder auch die Makuladegeneration sein, die schleichend zur Erblindung führt. Bei uns sind bereits rund vier Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen.

Auch beim Sport sind die Augen gefährdet, ganz besonders bei schnellen Disziplinen. Mehr als 90 Prozent aller Augenverletzungen bei sportlichen Aktivitäten ließen sich durch Schutzmaßnahmen vermeiden. Sportbrillen sind hierzulande ohnehin ein Kapitel für sich: Knapp 40 Prozent aller Hobbysportler sehen schlecht. Sie tragen weder eine Sportbrille noch die oft benötigte Korrektion. So viel Risiko muss niemand eingehen, zumal wir bestens versorgt sind. Wenn es um Augengesundheit, Augenschutz und Sehleistung geht, helfen Augenärzte, Augenoptiker und Optometristen verlässlich weiter.

Kerstin Kruschinski
Stellv. Geschäftsführerin Kuratorium Gutes Sehen e. V.

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