Im März beginnt die Pollenhochsaison. Die Veranlagung der Allergie gegen Blütenstaub wird oft vererbt. Die Beschwerden treten in der Regel in der frühen Kindheit auf, können sich aber auch im späteren Alter bemerkbar machen, wobei sie ein Leben lang bestehen bleiben.

Weshalb reagiert der Körper auf Pollen?

Bei Heuschnupfen handelt es sich um eine allergische saisonal wiederkehrende Reaktion auf eine oder mehrere Pollenarten während den typischen Pollenflugzeiten von Frühling bis Sommer. Bei Menschen mit verschiedenen Pollenallergien können die Heuschnupfen-Symptome unter Umständen fast ganzjährig anhalten, da einige Pollen, wie jene von Hasel, Erle oder Traubenkraut auch im Winter oder Herbst aktiv sind.

Auslöser der allergischen Reaktion sind Eiweiße in den Pollen von Bäumen oder Blüten. Aufgrund einer Überempfindlichkeit des Körpers reagiert das Immunsystem von Allergikern beim Kontakt mit diesen Allergenen mit der Ausschüttung von Histamin. Diese Entzündungsbotenstoffe führen zu den typischen Beschwerden wie gerötete Augen und Niesreiz.

Symptome einer Pollenallergie

Pollenallergiker kennen die Symptome nur zu gut: Niesattacken, eine laufende Nase, gereizte Schleimhäute, juckende, brennende bis tränende Augen. Wenn die Allergie länger nicht behandelt wird, kann es in einzelnen Fällen nebst Reizungsbeschwerden auch zu einem allergischen Asthma bronchiale kommen. Bei einigen Betroffenen entwickeln sich zuweilen auch allergische Reaktionen auf gewisse Nahrungsmittel.

Solche Kreuzallergien entstehen, wenn die Pollenallergene in ihrer Struktur anderen Nahrungsmittel-Eiweißen sehr ähnlich sind und das Immunsystem deshalb darauf reagiert. Pollenallergiker leiden häufig an Konzentrations- oder Schlafstörungen und fühlen sich schlapp und müde.

Behandlung einer Pollenallergie

Hat der Arzt durch eine ausführliche Anamnese sowie Haut- und Bluttests die Diagnose gestellt, muss eine geeignete Behandlung gefunden werden. Für die Linderung von Heuschnupfen-Symptomen stehen zahlreiche Antihistaminika in Form von Augentropfen, Nasensprays oder Tabletten zur Auswahl. Die bislang einzige ursächliche Therapie ist die Hyposensibilisierung. Hierbei wird das Immunsystem graduell mit kleinen Mengen des Allergens in Kontakt gebracht, um es daran zu gewöhnen.

Wohlbefinden trotz Allergie steigern

Neben den Behandlungsmöglichkeiten können die Allergiker selbst den größten Beitrag zu ihrem Wohlbefinden leisten, indem sie versuchen die Pollen weitestgehend zu meiden. Da beispielsweise in der Nacht die Pollenkonzentration geringer ist, empfiehlt es sich zu späterer Stunden zu lüften oder Sport im Freien zu treiben. Zudem sollte während der Pollensaison die Wäsche drinnen getrocknet werden, regelmäßig der Staubsauger zum Einsatz kommen sowie vor dem Schlafen die Haare gewaschen werden.