Immer mehr Menschen haben eine Nahrungsmittelintoleranz. Verschiedenen Studien zufolge leiden etwa zwei bis drei Prozent unter Lebensmittelallergien. 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind laktoseintolerant. Um die 30 Prozent verstoffwechseln Fruktose unzureichend.

Zöliakie, also Glutenunverträglichkeit, betrifft etwa ein Prozent der Bevölkerung, dazu kommen schätzungsweise fünf bis sieben Prozent, die unter einer sogenannten Glutensensitivität leiden.

Ernährungsberatung bei Glutenintoleranz

Die Glutenunverträglichkeit, auch Glutenintoleranz genannt, ist eine Autoimmunreaktion auf Gluten, ein Klebereiweiß, das in verschiedenen Getreidearten wie Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer, oder Gerste vorkommt. Das Gluten schädigt dabei die Dünndarmschleimhaut.

Die Symptome reichen von allgemeinen Verdauungsbeschwerden bis zu Reaktionen wie Übelkeit oder Kreislaufproblemen. Glutenhaltige Lebensmittel sind beispielsweise Mehl, Griess, Müsliflocken und Paniermehl. Gluten ist folglich auch in Produkten wie Brot, Pizza, Nudeln, Kuchen, Keksen, Müsliriegeln und sogar in Bier enthalten. Zöliakiebetroffene sollten sich an einen glutenfreien Diätplan halten.

Wichtig ist es vor allem, glutenhaltige Getreidesorten durch glutenfreie – aber ebenso gesunde und schmackhafte Varianten – wie Reis, Mais, Hirse, Buchweizen oder Quinoa zu ersetzen.

Da sich die glutenfreie Ernährung anfangs als kompliziert erweisen kann, ist es ratsam sich nach der Diagnose vom Arzt eine Ernährungsberatung verordnen lassen.

Glutenfrei liegt im Trend

Der Markt für das glutenfreie Segment wächst jährlich um zehn bis 15 Prozent. Es gibt immer mehr gute glutenfreie Produkte und Rezepte. Dank einem großen Angebot an glutenfreien Nudeln muss heute auch niemand mehr auf ein feines Pastagericht verzichten. Glutenfreie Spezialprodukte findet man in Reformhäusern, Drogerien und teilweise in Apotheken.

Auch immer mehr Supermärkte und Discounter führen entsprechende Sortimente. Findet sich auf der Zutatendeklaration von zusammengesetzten Lebensmitteln keine glutenhaltige Zutat oder steht auf dem Produkt „glutenfrei“, sind die Lebensmittel in der Regel unbedenklich. Lizenzierte glutenfreie Spezialprodukte tragen das rechtlich geschützte Warenzeichen Glutenfrei-Symbol (durchgestrichene Ähre im Kreis).

Auch immer mehr Leute ohne eine medizinisch diagnostizierte Zöliakie entscheiden sich bewusst für eine glutenfreie Ernährung. Ob es sich dabei um einen Ernährungstrend handelt oder ob es an der zunehmenden Präsenz glutenfreier Spezialprodukte liegt, darüber scheiden sich die Geister. Auf alle Fälle ist die glutenfreie Küche genauso lecker und abwechslungsreich wie die herkömmliche.