Dann fallen ihnen Abweichungen im gewohnten Verhalten und Aussehen oder der Körperhaltung schnell auf. Erfahrungsgemäß sind das die ersten Anzeichen einer Erkrankung, die aber im Frühstadium meist noch gut behandelt und geheilt werden kann. Zusätzlich zum Check-up zu Hause tragen regelmäßige Gesundheitskontrollen durch den Tierarzt dazu bei, Krankheiten frühzeitig auf die Spur zu kommen. Ein ebenso wichtiger Teil der Vorsorge sind regelmäßige Schutzimpfungen gegen einige, zum Teil tödliche Infektionskrankheiten.

Das gilt ebenso für die Parasitenprophylaxe mittels wirksamer Medikamente, denn auch Parasitenbefall kann bei Hund und Katze zu ernsten Gesundheitsstörungen führen. So können beispielsweise Zecken bei ihrer Blutmahlzeit Infektionskrankheiten übertragen, die zu schweren Krankheitssymptomen führen und oft nicht heilbar sind. Oder der starke Juckreiz durch Flohbefall wird durch eine zusätzlich bestehende Flohspeichelallergie noch verschlimmert.

Ist ein Tier von Würmern befallen wird ihm ein beträchtlicher Anteil von Nährstoffen entzogen, denn die sogenannten Endoparasiten, wie Band-, Spulwürmer oder Hakenwürmer, leben im Darm und ernähren sich vom Nahrungsbrei ihres Wirtstieres. Verdauungsstörungen, schlechtes Wachstum, Abmagerung und struppiges, glanzloses Fell können die Folgen sein.

Jungtiere sind dabei besonders betroffen. Wichtig: Spulwürmer, Hakenwürmer und einige Bandwurmarten können auch auf den Mensch übertragen werden! Regelmäßige Kotuntersuchungen oder vorbeugende Entwurmungen sind also nicht nur für das Tier von Vorteil.

Ihre Astrid Behr
Tierärztin/Leitung Referat Externe Kommunikation Bundesverband praktizierender Tierärzte e. V.

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