Brustkrebs ist heute die häufigste Krebserkrankung von Frauen in westlichen Industrienationen. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Tumor der Brustdrüse.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch nicht hinreichend geklärt, doch einige Risikofaktoren, die das Entstehen eines Mammakarzinoms begünstigen, konnten identifiziert werden. Wichtige Fragen und Antworten.

Was begünstigt den Brustkrebs?

Wie bei den meisten anderen schwerwiegenden Krankheiten auch, sind der langjährige Genuss fettreicher Speisen sowie von Alkohol und Zigaretten Gift für die Gesundheit. Ebenso negativ kann sich die mehrjährige Einnahme weiblicher Sexualhormone auswirken.

Ob und inwieweit die Antibabypille Brustkrebs begünstigt oder ihm entgegenwirkt, wird in Fachkreisen unterschiedlich diskutiert und scheint vom Präparat selbst abhängig zu sein. Einig sind sich die Mediziner hingegen darin,dass auch eine späte Erstschwangerschaft, Kinderlosigkeit oder eine spät einsetzende Menopause für die Entstehung von Brustkrebs verantwortlich sein können.

Operation und dann?

Je nach Tumorgröße, seinen Gewebeeigenschaften, dem Alter und Menopausen-Status der Frau sowie dem Hormonrezeptor-Status des Tumors legt der behandelnde Facharzt das notwendige Therapieschema für die Betroffene fest. Durch den operativen Eingriff wird zunächst das bösartige Tumorgewebe entfernt. In Abhängigkeit von Größe und Lage des Tumors wird eine brust-erhaltende Operation durchgeführt.

Bei nur wenigen Patientinnen muss die gesamte Brust amputiert werden. Man spricht hierbei von einer Radikaloperation oder Mastektomie. Nach der OP zählt die Strahlentherapie zu den häufigsten Therapieformen. Hierbei werden die verbliebenen Krebszellen mit hochdosierten ionisierten Strahlen geschädigt.

Als ergänzende (adjuvante), aber auch als präoperative (neoadjuvante) Therapie zeigt die Chemotherapie, die in Form einer medikamentösen Infusion über einen Tropf verabreicht wird, gute Erfolge. Auch eine antihormonelle Therapie hilft postoperativ, indem durch Medikamente das Tumorwachstum verlangsamt oder gestoppt wird. Generell gilt: Entscheidend bei der Wahl der Therapie ist, ob die Tumorzellen bereits gestreut, also Metastasen gebildet haben.

Nanopartikel zeigen die Streuung

Um zu erfahren, ob bereits Metastasen vorliegen und um eine mögliche weitere Streuung zu verhindern, wurden früher alle Lymphknoten in Brustnähe entfernt – ein Eingriff mit gewissen Risiken. Heute weiß man, dass die Entfernung einzelner Lymphknoten, der sogenannten Wächterlymphknoten, ausreicht. Sie ausfindig zu machen, ist jedoch nicht leicht. Das neuartige Magnetic-Particle-Imaging, kurz MPI, hilft bei der Suche.

Dabei werden winzige magnetische Nanopartikel in das vom Tumor betroffene Brustgebiet gespritzt. Diese sammeln sich in den Wächterlymphknoten und lassen sich durch ein spezielles Verfahren erkennen. Das Ziel: eine zuverlässige Erkennung der betroffenen Lymphknoten und ihre gezielte, schonende Entfernung.